Mehr USB-Schnittstellen durch einen USB-Hostcontroller

Jeder PC und jedes Notebook ist vom Hersteller nur mit einer gewissen Anzahl an USB-Schnittstellen ausgestattet. Je älter dabei der Rechner ist, desto weniger USB-Schnittstellen hat er.

USB steht für Universal Serial Bus und ist ein Schnittstellensystem, über das externe Geräte (Peripheriegeräte) mit dem PC oder Laptop verbunden werden können. Bis vor wenigen Jahren wurden Peripheriegeräte noch häufig über andere Schnittstellen als USB angeschlossen. Für Maus und Tastatur gab es den PS/2-Anschluss, und der Drucker wurde über LPT1 angeschlossen.

Durch USB hat sich das alles geändert, insbesondere seitdem USB 2.0 auf dem Markt ist. Diese Schnittstelle ist neuer und sorgt neben einer schnelleren Datenübertragung auch dafür, dass ein Peripheriegerät über den USB-Port mit Strom versorgt werden kann. Dieses Feature machen sich viele Anbieter von zum Beispiel MP3-Playern zunutze, indem sie die Geräte über USB aufladbar machen und somit kein separates Netzteil mehr mitliefern. Pech hat man dann nur, wenn der Computer nur USB 1.1 unterstützt, also die ältere Variante von USB. Wenn dann zusätzlich nur wenige USB-Ports vorhanden sind oder im Extremfall sogar nur einer, muss man sich genau überlegen, welche Schnittstellen man für den Anschluss welches Gerätes nutzen kann.

Abhilfe kann ein USB-Hub oder -Hostcontroller schaffen. Dieser wird an den vorhandenen USB-Port angeschlossen und ermöglicht den parallelen Anschluss mehrerer USB-Geräte. Dies funktioniert sowohl für USB 1.1 als auch für USB 2.0, allerdings bleibt die Einschränkung bestehen, dass der Hub nur mit dem Standard betrieben werden kann, der vom jeweiligen PC oder Laptop unterstützt wird. Das heißt, selbst wenn der Hub eigentlich mit USB 2.0 kompatibel ist, so ist nach wie vor die Schnittstelle am Rechner die ausschlaggebende.

USB-2.0-Geräte können übrigens an einem USB-1.1-Anschluss betrieben werden, allerdings wird man vom Betriebssystem einen Hinweis erhalten, dass das Gerät eine höhere Datenübertragungsrate unterstützt. Spätestens dann weiß man, dass die Schnittstelle am Rechner nur USB 1.1 und nicht USB 2.0 ist. Eventuell kann man am Rechner auch selbst noch USB-Ports über eine entsprechende Steckkarte nachrüsten, sollte dann aber darauf achten, dass diese USB 2.0 unterstützt, und dass auf dem PC die richtigen Treiber installiert sind.