Firewall: Freeware-Versionen bieten Sicherheit

Internet und PC gewinnen im Alltag immer mehr an Bedeutung, dementsprechend sind Schutzmaßnahmen notwendig, um unbefugte Zugriffe zu verhindern – vor allem, wenn sensible Daten auf der Festplatte gespeichert sind.

Eine sogenannte „Personal Firewall“ ist ein Software-Programm, das den Computer vor unbefugten Zugriffen schützt und den ausgehenden Datenverkehr überwacht. Im eigentlichen Sinne wehrt die Firewall jedoch keine Angriffe ab, sondern filtert lediglich Datenströme nach bestimmten Vorgaben. Nach welchen Regeln gefiltert wird, legt das Programm meist selbst anhand bestimmter allgemeingültiger Kriterien fest. Versierte Benutzer können auch selbstständig Filterregeln festlegen – so ist eine umfassende Kontrolle über alle Zugriffe vom oder auf den eigenen Rechner gewährleistet. Neben kostenpflichtigen Software-Firewalls bieten einige Hersteller auch kostenlose Lösungen zum Download im Internet an. Diese enthalten meistens alle grundlegenden Firewall-Funktionen, um den Computer zu schützen. Der Großteil der Firewalls ist allerdings ausschließlich für Privatanwender kostenlos – nutzt man das Produkt gewerblich in der Firma, muss in den meisten Fällen auf die kostenpflichtige Variante zurückgegriffen werden.

Viele Firewalls bieten dem Anwender eine intuitiv bedienbare Nutzeroberfläche, auf der er die gewünschten Einstellungen vornehmen kann. So ist es beispielsweise möglich, anhand einer Liste auf dem PC installierter Programme deren Zugriffsverhalten zu steuern. Es kann festgelegt werden, welches Programm unter welchen Umständen auf das Internet oder das lokale Netzwerk zugreifen darf. Auf diese Weise lassen sich ungewünschte Update-Downloads ebenso verhindern wie die Übermittlung von Daten an Marketingunternehmen, die durch sogenannte Spyware bestimmte Verhaltensmuster des Nutzers ausspionieren. Neben der Firewall sollte auch ein aktuelles Anti-Viren-Programm auf dem Rechner installiert sein. Dieses sollte so oft wie möglich aktualisiert werden, um auch auf die neuesten Bedrohungen reagieren zu können. Häufig können die Update-Intervalle manuell eingestellt werden, so dass das Programm zu festen Zeiten nach Aktualisierungen sucht. Dazu empfiehlt es sich, entsprechende Regelungen in den Firewall-Optionen zu treffen, damit der Virenschutz nicht an der Aktualisierung gehindert wird.

Einen vollständigen Schutz gegen unerwünschte Zugriffe bieten weder kostenlose noch kommerzielle Schutzprogramme. Einen sicheren Schutz bieten Hardware-Firewalls, wie sie zum Beispiel hier zu finden sind. Sollte es jemand auf den heimischen Rechner abgesehen haben, bleibt immer ein Risiko, dass diesem der Zugriff auch gelingt. Deshalb sollte man trotz Firewall und Virenkiller einige grundlegende Verhaltensregeln im Internet beachten. So ist bei E-Mails, die von einem unbekannten Absender stammen, immer Vorsicht geboten – vor allem dann, wenn ein Dateianhang mitgeschickt wurde. Häufig werden durch den Doppelklick auf die Datei sogenannte Trojaner installiert, die den Zugriff eines Unbefugten auf den eigenen Computer zur Folge haben können. Auch bei der Benutzung von Download-Portalen sollte mit Bedacht vorgegangen werden. Nach dem Laden ist ein Scannen mit dem Virenschutz-Programm ratsam. Auch die Dateiendung kann Hinweise auf Schadsoftware liefern: Bei Dateien mit der Endung .exe handelt es sich meist um Programme, die sich selbst entpacken können. Hat man ein Musikstück oder einen Videoclip heruntergeladen, aber eine .exe-Datei erhalten, sollte diese sofort gelöscht werden.